Seit 2016 organisiert Hans Kosch die Mehrtages-Eventfahrt des Skiclubs, heuer bereits zum 10.mal.

Eine Rekordteilnehmerzahl von 85 Personen (Kinder, Erwachsene, Senioren und ein Hund) verkündete der glückliche Hauptorganisator der erneut perfekt vorbereiteten Fahrt. Ohne Herbert Hitsch und anderen Skibegeisterten, Freunden und Unterstützern wäre die Organisation so nicht möglich, betonte er.

Auch das sehr familienfreundliche und freundschaftlich geführte Stützpunkthotel „Chalet Miravalle“ in Soraga, gemeinsam mit dem Team der „Pension Aurora“, sowie das bewährte Busfahrerteam der Firma Diendorfer tragen zum Gelingen der Fahrten bei.

Ausgehend von dem Startpunkt Soraga besuchten die alpinen Skifahrer 3 unterschiedliche Teilregionen des im Herzen des UNESCO-Welterbes gelegene Gebiet des „Dolomiti Superski“. Das weltgrößte Skigebiet umfasst 15 einzelne Skiregionen mit insgesamt 1.200 Pistenkilometern. Für dieses großartige und vielfältige Skigebiet spricht nicht nur die grandiose Natur mit seiner hochalpinen Bergwelt, sondern auch die Schneesicherheit und die perfekt gepflegten Pisten.

Am ersten Tag wurde, wegen des zeitweisen starken Schneefalls, Wind und eingeschränkter Sicht das nicht so hoch gelegene Skigebiet Val di Fiemme/Obereggen besucht. Leider versteckte sich das erwartete Bilderbuchpanorama unter dem Latemargebirge hinter dichten Wolken.

Viel Neuschnee auf den Pisten bereitete echtes Skivergnügen, kostete aber auch viel Kraft. Da war gute Kondition gefragt.

Am nächsten Tag ging es in das grandiose Sellagebiet. Als zentraler Einstiegspunkt wurde das nur wenige Kilometer entfernte Dorf Campitello gewählt. Mit seiner erst im Herbst 2025 neu eröffneten supermodernen Gondelanlage auf den 2484 Meter hohen Col Rodella als zentraler Einstiegspunkt waren alle Optionen eröffnet. Tolle Bedingungen für alle Freunde des tiefen Neuschnees. Leider hatten nur Könner viel Freude daran. Selbst sehr gute Skifahrer waren gefordert zumal die Sicht auch an diesem Tag leicht beeinträchtigt war.

Aber ab Freitag trat ein, was der Wetterbericht schon prophezeit hatte und worauf alle gehofft hatten: Beste Schneebedingungen und 6 Stunden Sonnenschein. Für die Alpinen brachte der für die Gruppe erste von den angepriesenen „300 Sonnentagen im Jahr“ den Startschuss zur Erkundung der insgesamt gebotenen 510 Pisten-km. Jetzt musste man entscheiden ob man am Fuße des Langkofels bleibt, sich nach Wolkenstein oder St. Christina im Grödnertal orientiert, sich besser in die entgegengesetzte Richtung über den Passo Pordoi/Arabba orientiert oder gleich die gesamte Sella-Bergstock, die „Sellaronda“ mit über 26 Pistenkilometern über 4 Dolomitenpässe umrunden wollte. Daneben standen bekannte

Weltcupabfahrten wie die natürlich als schwarz eingestuften Pisten Ciampinoi oder Saslong bereit, wie auch die Dantercepies hinauf zum Grödner Joch. Aber auch die auf den Sonnenhängen des Grödnertals gelegene Seceda unter den markanten Felsspitzen der Geislergruppe lockte.

Einige erfahrene Skifahrer starteten ganz unkonventionell von Pozza di Fassa aus über den 2.354 Meter hohen Col de Valvacin und erreichten so die Region Belvedere am Pordoijoch durch die Hintertür.

Am letzten Tag stand bei strahlendem Sonnenschein erstmals das am Karerpass gelegene Skigebiet Carezza auf dem Programm. Wunderschön gelegen unter den beeindruckenden Felsformationen des bekannten Rosengartens. Die als kleiner und einfacher beschriebene Region hatte aber auch Abfahrten für Geübte zu bieten. Sagenkönig Laurin, dessen Rosengarten verwunschen und zu Stein wurde, forderte von denen, die auch die höchsten Punkte des Skigebiets besuchen wollten seinen Tribut. Alle oberen Abfahrten waren in den Schwierigkeitsgrad schwarz eingestuft und nicht ohne Anstrengung zu bewältigen. Die Piste König Laurin startet an der Kölnerhütte in einer Höhe von 2.337 und endet auf der Obertierscher Alm bei 1.730 Meter.

Auch für die Langläufer fanden sich vor allem an den letzten beiden Tagen sehr gute Sportmöglichkeiten. Die Wettbewerbsloipe „Marcialonga“, mit einer Länge von über 70 km war sehr gut befahrbar. Noch bessere Bedingungen bot das Loipennetz am Passo San Pellegrino/Pass Alochet. Auf 1800 Meter ü.d.M. boten 18 km bestens präparierten Rundloipen, die in einem Langlaufzentrum zusammengefasst sind und alle Schwierigkeitsgrade erfüllen, die besten Voraussetzungen.

Den ersten Sonnentag nutzte auch eine Gruppe von Schneeschuhgeher. Die Neuschneelage bot für die geplante Tour beste Voraussetzungen. Die Winterwanderer ließen sich für ihr Vorhaben von der Seilbahn Vajolet 1 und 2 in Pera hoch über das Fassatal, auf eine Meereshöhe von cirka 1.800 Meter bringen. Unterhalb der zahlreichen, bis über 2.800 Meter hohen Gipfel, inmitten des steinernen Rosengartens des mysthischen Königs Laurin, ging es dann auf dem tiefverschneiten Naturpfad Sentiero delle Leggende weiter zur Berghütte Refugio Gardeccia. Dahinter grüßten die bizarren Felsformationen der bis zu 2.821 Meter hohen Vajolet-Türme.

Heuer blieben alle unverletzt und gesund. Und konnten am Samstag nach einer warmen Brotzeit die Heimfahrt antreten und kamen wohlbehalten um 21 Uhr in Griesbach an.

Gut zu bewältigen waren die anstrengenden Tage durch das kleine SPA im Hotel mit Innen- und Außensauna, sowie einem kleinen Innenpool und einem Außenwhirlpool.

Besonders angenehm empfunden wurde erneut die überaus freundliche und unkomplizierte familiäre Atmosphäre im Hotel und die stets präsente und sehr hilfsbereite Familie Zanon.

Bei allen Teilnehmern war die Stimmung locker und entspannt.

Eine größere Zahl von neuen und erfreulicherweise jungen Winterportfreunden ergänzten die Reisegruppe und brachte neuen Schwung.

Nicht unerwähnt bleiben darf die hervorragende Reiseleitung durch Hans Kosch und Herbert Hitsch, die für das gute Gelingen des Gesamtpakets „Südtirolfahrt“ verantwortlich zeichnen.

Für alle Daheimgebliebenen gibt es eine neue Gelegenheit zur Teilnahme im nächsten Jahr. Die Fahrt ist geplant von Sonntag, 14. bis Donnerstag, 18. Februar 2027.

Ziel ist wieder das Fassatal und das „Hotel Chalet Miravalle“ in Soraga.

JW